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Interne Kommunikation - Selbstbild und Realität

 Erfolg tut gut - und kann träge machen

Den Firmen in Deutschland geht es wohl überwiegend gut. Volle Auftragsbücher, stetiges Wachstum, die wirklich knappen Ressourcen sind Zeit und gute Mitarbeiter. Und es klingt immer wieder durch: in solch einer Zeit ist die Bereitschaft für Veränderungen nur sehr gering. Warum auch, wenn man mit der derzeitigen Arbeitsweise so erfolgreich ist?

Wenn wir mit Unternehmen darüber sprechen, wie sie heute Information, Kommunikation und Zusammenarbeit organisieren, dann verweist man auf die kurzen Wege in der Verwaltung, dass man sich kenne, miteinander telefoniere. Das geeignete Werkzeuge für das Ablegen und Teilen von Dokumenten zur Verfügung gestellt werden, ein Wiki sei etabliert worden und im Intranet wichtige Informationen zu finden sind. Es ist alles gut organisiert.

Hin und wieder gibt es Kontakte zu Fachverantwortlichen, und diese zeichnen oft ein ganz anderes Bild: Das Intranet wird als Quelle für brauchbare Informationen nicht mehr wahrgenommen, die Inhalte im Wiki sind oft veraltet, in den Netzlaufwerken, so man denn Zugriffsberechtigung hat, findet man nicht die benötigten Inhalte. Und Kommunikation findet über E-Mail statt. Informationstransport, Projektorganisation, Abstimmungen, Meeting-Protokolle, …. Hin und her und her und hin, gern auch mit Verteiler und  CC. Oftmals wahre Tsunamis zu einem Thema, mit immer kryptischer werdenden Betreff.  Ohne Chance, jemals wieder die Übersicht zu gewinnen, wer wann welchen Beitrag geleistet hat. Oder gar eine Vertretung mit dem Thema zu beauftragen.

„Bei der Art und Weise, wie derzeit bei uns intern mit Wissen und Informationen gearbeitet wird, sind Fehler in Prozessabläufen und Verzögerungen in Entscheidungen die logische Konsequenz. Und dazu eine enorme Verschwendung von wertvoller Zeit und Energie qualifizierter, teurer Mitarbeiter. Wenn wir so in der Produktion organisiert wären, uns gäbe es nicht mehr am Markt.“

 

Entwicklung ermöglichen - Zukunft aktiv gestalten

Auf die sich diesem Statement aufdrängende Frage „Und warum tun sie sich das an, warum muten sie das ihren Mitarbeitern zu?“ erhalten wir eine der beiden (oder beide) Antworten:

Weil die Mitarbeiter das noch mitmachen und keine Einigkeit herrscht, was wie zu verbessern wäre. Und: Weil wir momentan keine Ressourcen haben, um das Thema anzugehen. Wir haben keine Zeit, den Zaun zu reparieren, wir müssen Hühner einfangen. Was unausgesprochen bleibt: Wir sind uns nicht sicher, wie wir das Thema so angehen, dass es zum Erfolg führt, wie wir unsere Mitarbeiter richtig einbinden. Wir wissen nicht, wie wir negative Erfahrungen aus ersten, zaghaften Versuchen egalisieren können. Wir trauen uns an das Thema nicht heran.

Es ist wieder soweit. Etablierte Werkzeuge stehen vor dem Durchbruch. Aber anders als vor über 20 Jahren, als die E-Mail sich durchsetzte, gibt es eine neue, eine zentrale Herausforderung: Einfach eine Applikation bereitstellen – das reicht nicht aus. Um die interne Kommunikation auf eine qualitativ neue Stufe zu stellen, wird es notwendig, auf die jeweils spezifischen Bedürfnisse im Unternehmen einzugehen. Und es erfordert eine angepasste, abgestimmte Herangehensweise in der konkreten Umsetzung.

 Wir wissen wie. 

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